Mitschreiben: Handschrift schlägt Laptop


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Verdächtig waren die Laptops und Tablets in Uni-Seminaren schon lange: Sie verführen dazu, nebenbei Mails zu checken oder Facebook-Einträge zu kommentieren. Nun liefern Psychologen der Princeton Universität und der Universität von Kalifornien ein weiteres Argument gegen die elektronischen Helfer. Sie untersuchten in drei voneinander unabhängigen Studien, ob sich die Leistungen von Handschreiber und Laptopnutzern unterscheiden.

Das Ergebnis: Auch wer aufmerksam zuhört und sich Notizen auf dem Laptop macht, lernt weniger als diejenigen, die per Hand mitschreiben. In Leistungstests schnitten die Handschreiber besser ab als eifrige Laptopnutzer. Der Grund: Ausgerechnet ihr Eifer verkehrt sich für die Laptopfraktion in einen Nachteil. Sie schreiben rund doppelt so viel mit wie ihre mit Kuli und Block ausgestatteten Kommilitonen. Dabei neigen sie dazu, wörtlich mitzuschreiben. Die Handschreiber dagegen wählen aus. Sie schreiben nur die wichtigsten Informationen auf und zwar in eigenen Worten. Ihr Gehirn verarbeitet also den Stoff schon ein bisschen. Dadurch machen sie sich die besseren Notizen und behalten und erinnern sie den Stoff leichter. Die Studie wurde veröffentlicht im Juni 2014 von Psychological Science.